Porsche Mission S: Was wir wirklich über den künftigen Supersportwagen oberhalb des 911 wissen
In New York enthülltes Konzept, Verbrennungsmotor, geistiger Erbe von Carrera GT und 918 Spyder: der Stand zum Porsche Mission S, zwischen bestätigten Fakten und Gerüchten.

Porsche bereitet ein Fahrzeug vor, das oberhalb des 911 angesiedelt sein wird, und es wird nicht elektrisch sein. Der Porsche Mission S, ein Konzept, das am 15. Oktober um 22:30 Uhr (MESZ) in New York seine Weltpremiere feierte, eröffnet dieses neue Kapitel: Hier erfahren Sie, was bestätigt ist, was Gerücht ist und was das für Sie bedeutet.
Der Kontext: eine neue Strategie namens Sportwagenschmiede '35
Am 7. Oktober stellte Porsche im Rahmen seines Investorentags (Capital Markets Day) die Strategie Sportwagenschmiede '35 vor. Unter den Ankündigungen fiel Enthusiasten ein Satz besonders auf: Die Marke entwickelt „eine Supersportwagen-Plattform mit Mittelmotor, die eine Modellreihe oberhalb des ikonischen 911 ermöglicht“.
Der Mission S ist die erste sichtbare Verkörperung dieses Projekts. Porsche beschreibt ihn auf seiner Präsentationsseite als „unsere Hommage an den Sportwagen“, ohne auch nur ein technisches Datenblatt zu veröffentlichen. Mit anderen Worten: Jede derzeit kursierende Leistungs- oder Geschwindigkeitsangabe stammt aus der Fachpresse, nicht vom Hersteller. Wir kennzeichnen sie entsprechend.
Was genau ist der Porsche Mission S?

Der Mission S ist ein Konzeptfahrzeug. Er soll ein Serienmodell vorwegnehmen, das laut The Supercar Blog der geistige Erbe von Carrera GT und 918 Spyder werden dürfte, jener beiden Supersportwagen, die die vergangenen Jahrzehnte bei Porsche geprägt haben.
Der Name selbst ist wahrscheinlich nicht endgültig. Autoblog geht davon aus, dass „Mission S“ voraussichtlich nicht die Bezeichnung des Serienmodells sein wird. Das wäre nichts Neues: Bei Porsche geht der Schritt vom Konzept zur Serie oft mit einem Namenswechsel einher.
- Status: Konzeptfahrzeug, noch kein käufliches Modell.
- Ankündigung: 7. Oktober, im Rahmen der Strategie Sportwagenschmiede '35.
- Weltpremiere: New York, 15. Oktober, 22:30 Uhr (MESZ).
- Positionierung: oberhalb des 911, Mittelmotor-Plattform.
- Von der Presse genannte Abstammung: Carrera GT und 918 Spyder.
Warum ist der Mission S nicht elektrisch?

Das ist die klarste Information im gesamten Dossier. Laut Autocar erklärte CEO Michael Leiters, das Modell werde ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angeboten. Nach Jahren, in denen die Elektrifizierung im Mittelpunkt stand, ist die Botschaft eindeutig: An der Spitze der Modellpalette setzt Porsche auf den Verbrennungsmotor.
Eine wichtige Einschränkung bleibt. Die Quellen sind sich nicht einig, ob eine Form der Hybridisierung vorgesehen ist. Autoblog bezeichnet den Verbrennungsmotor als bestätigt, hält aber eine Form der Elektrifizierung nach dem Vorbild des 918 Spyder für wahrscheinlich. autoevolution spricht sogar von einer Plug-in-Hybrid-Architektur. Solange Porsche nichts veröffentlicht hat, bleiben elektrische Reichweite, Batteriekapazität und Ladeleistung unbekannt, und diese Daten sind ohnehin nur relevant, wenn sich die Hybrid-Hypothese bestätigt.
Welcher Motor unter der gläsernen Haube: Achtzylinder-Boxer oder V8?
Hier stehen sich zwei Versionen gegenüber, und es wäre unklug, sich vor den offiziellen Ankündigungen festzulegen.
- Mehrheitshypothese (autoevolution): ein völlig neuer, intern entwickelter 5,0-Liter-Achtzylinder-Boxermotor, der bis zu 8.000 U/min dreht und in eine Plug-in-Hybrid-Architektur integriert ist.
- Alternative Hypothese (Automotive News, aufgegriffen von HotCars): ein intern S1 genanntes Projekt auf Basis der 911-Plattform, kombiniert mit einem V8 statt eines Achtzylinder-Boxers.
Beide Varianten sind alles andere als belanglos. Ein neuer Achtzylinder-Boxer wäre ein seltenes mechanisches Kunstwerk, ganz im Sinne der Marken-DNA. Eine 911-Basis mit V8 wäre industriell der rationalere Ansatz. In beiden Fällen bleibt der Verbrenner im Zentrum des Projekts.
Welche Fahrleistungen sind zu erwarten?

Offizielle Daten gibt es keine. Die kursierenden Zahlen stammen von autoevolution und sind als Schätzungen zu verstehen:
- Leistung: zwischen 700 und 750 hp, also etwa 710 bis 760 PS.
- 0 auf 97 km/h (0-60 mph): 2,8 Sekunden.
- Höchstgeschwindigkeit: über 322 km/h (200 mph).
- Batterie, elektrische Reichweite, Laden: keine Daten.
Sollten sich diese Werte bestätigen, läge der künftige Supersportwagen leistungsmäßig klar über dem 911, ganz wie es seine Positionierung verlangt. Doch solange kein Datenblatt veröffentlicht ist, sind diese Zahlen Orientierungswerte, keine Versprechen.
Welche Reminiszenzen an die Vergangenheit zeigt das Design?

Die durchgesickerten Bilder zeigen ein Design, das direkt aus dem Renn- und Straßenerbe von Porsche schöpft:
- Ein oben montierter, in die Heckhaube integrierter Kühlventilator, eine direkte Referenz an den legendären 917.
- Eine gläserne Motorabdeckung, die in Längsrichtung durch zwei Rippen in drei Felder unterteilt ist.
- Ein integrierter, bügelförmiger Heckflügel, der an den ikonischen 959 erinnert.
- Vier übereinander angeordnete Auspuffendrohre.
Diese Entscheidungen bestätigen die von Porsche formulierte Absicht: eine „Hommage an den Sportwagen“, die ihre Mechanik selbstbewusst zur Schau stellt und sie buchstäblich unter Glas setzt.
Was wird der künftige Porsche-Supersportwagen kosten?
Einen offiziellen Preis gibt es nicht. Die Angaben der Presse erlauben jedoch eine Einschätzung der Größenordnung. Das Serienmodell soll deutlich mehr als eine halbe Million Dollar kosten, und manche Beobachter halten bis zu 1,5 Millionen Dollar für möglich. Zum Vergleich: Der 918 Spyder kostete neu rund 845.000 Dollar, während die 911-Baureihe bei 135.500 Dollar für den Basis-Carrera beginnt und als Turbo S an die 300.000 Dollar heranreicht (US-Preise).
Für Fahrzeuge dieser Art gibt es weder Abo- noch Mietangebote, und in einem derart exklusiven Segment wäre es unrealistisch, damit zu rechnen.
Wie positioniert er sich gegenüber 911 Turbo S und 918 Spyder?
Ohne Datenblatt wäre ein Vergleich des Mission S mit Supersportwagen von Ferrari oder Lamborghini verfrüht. Der ehrlichste Vergleich ordnet ihn zwischen dem 911 Turbo S, der aktuellen Spitze der Modellpalette, und dem 918 Spyder, seinem geistigen Vorgänger, ein, und zwar nur mit verifizierten Daten.
- Porsche Mission S (erwartetes Serienmodell): Verbrennungsmotor, Elektrifizierung möglich, aber nicht bestätigt; Mittelmotor-Architektur; geschätzte Leistung zwischen 710 und 760 PS (inoffiziell); laut Presse Preis über 500.000 Dollar, manchen zufolge bis zu 1,5 Millionen.
- Porsche 911 Turbo S: Verbrennungsmotor; Basis der 911-Baureihe; Leistung hier nicht aufgeführt; Preis nahe 300.000 Dollar.
- Porsche 918 Spyder: laut Autoblog teilelektrifizierter Supersportwagen; geistige Referenz des Mission S; Leistung hier nicht aufgeführt; Neupreis rund 845.000 Dollar.
Die Einordnung ist einfach: Der Mission S eröffnet eine preisliche und symbolische Ebene, die es im heutigen Porsche-Portfolio nicht gibt, zwischen dem teuersten 911 und dem Terrain der Sammler-Hypercars.
Fazit: Lohnt es sich, auf den Mission S zu warten?
Für Liebhaber der Mechanik ist der Mission S die erfreulichste Porsche-Ankündigung seit dem 918 Spyder: Mittelmotor, bekennender Verbrenner, Referenzen an 917 und 959. Für Käufer gibt es hingegen noch nichts Konkretes zu bewerten. Weder ein bestätigter Motor noch offizielle Fahrleistungen, weder Preis noch Marktstart. Unser Fazit: ein bedeutendes strategisches Konzept, das man genau verfolgen sollte, das sich aber erst anhand des Serien-Datenblatts beurteilen lässt.
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FAQ
Ist der Porsche Mission S elektrisch?
Nein. Laut Autocar erklärte CEO Michael Leiters, das Modell werde ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angeboten. Eine gewisse Hybridisierung bleibt einigen Quellen zufolge möglich, ist aber offiziell nicht bestätigt.
Wann wurde der Porsche Mission S vorgestellt?
Er wurde am 7. Oktober beim Capital Markets Day von Porsche angekündigt und anschließend am 15. Oktober um 22:30 Uhr MESZ in New York als Weltpremiere präsentiert.
Wie viel wird der Porsche Mission S kosten?
Porsche hat keinen Preis genannt. Die Presse spricht von deutlich über 500.000 Dollar für das Serienmodell und einigen Schätzungen zufolge von bis zu 1,5 Millionen Dollar.
Welcher Motor wird im Porsche Mission S stecken?
Das ist nicht bestätigt. Am häufigsten genannt wird ein 5,0-Liter-Achtzylinder-Boxer mit bis zu 8.000 U/min; Automotive News spricht eher von einem V8 auf 911-Basis.
Ersetzt der Mission S den 918 Spyder?
Das Serienmodell gilt als geistiger Erbe von Carrera GT und 918 Spyder und wird oberhalb des 911 positioniert. Sein endgültiger Name könnte jedoch ein anderer sein.
Zusammenfassung
Der Porsche Mission S ist ein Mittelmotor-Konzept mit Verbrennungsmotor, das eine neue Linie oberhalb des 911 ankündigt. Sein Design ist eine Hommage an 917 und 959, seine mutmaßlichen Fahrleistungen (710 bis 760 PS, 2,8 s von 0 auf 97 km/h) sind inoffiziell, und sein Preis dürfte eine halbe Million Dollar übersteigen. Alles Weitere bleibt den offiziellen Ankündigungen von Porsche vorbehalten.
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Quellen(12)
- First Sneak Peek at the Porsche Mission S Just Before You're Supposed To See It - autoevolution
- Porsche Teases Mission S Mid-Engine Halo Car - Hagerty Media
- Porsche Mission S Supercar Picks Up Where The 918 Left Off
- The Porsche Mission S Concept's 8,000-RPM Tacho Raises More Questions Than It Answers - autoevolution
- Porsche Confirms That Its Next Supercar Is Indeed on the Way
- Porsche Mission R
- Porsche Mission S Concept leaked ahead of its official reveal - The Supercar Blog
- Porsche's New Flagship Supercar Has A Name And A Debut Date
- Porsche Mission S Concept: Reveal Date, Flat-8 Rumors, Price
- Porsche Mission S teased under wraps
- Porsche’s Mission S Was Uncovered on a Manhattan Pier the Night Before Its Debut
- Porsche Mission S Teases a Gas Supercar Above the 911, Not an EV — EVXL



